Einen Ausflug ins Schwetzinger Schloss samt ausgedehnten Schlossgarten machte die Klasse 8d im Rahmen der Unterrichtseinheit "Barock" in Begleitung ihres Klassenlehrers Harald Rohr sowie EWG- und Geschichtslehrerin Ramona Zürker. Dort erkundeten die Klasse gemeinsam den Garten. Anschließend gab es eine Führung durch das Schloss.

Dabei erfuhren die Schüler nicht nur etwas über das Leben des Kurfürsten Carl-Theodor, sondern durften auch die Kleidung von damals anziehen. Das alte Gemäuer im Schloss bot so manche Überraschung. Dass sich allerdings hinter einer Geheimtür dann so etwas selbstverständliches wie eine Toilette befindet, damit hatte niemand so recht gerechnet. Immerhin gibt das über den damaligen Hygienestandart Auskunft - Hygiene konnten sich nur die Adeligen leisten.

Auch einen für die damalige Zeit typischen Tanz durften die Jungs mit den Mädchen aufführen - "denn so geziehmet sich dererley dies bey Hofe." Nach der Führung konnte die Klasse noch einmal in Kleingruppen den Garten erkunden.

Staunen und diskutieren konnte die Klasse übrigens auch über das - zwar nicht barocke, dafür aber wuchtig-pompöse - Glücksschwein auf dem Schlossplatz. Das aktuellste, aus dem Jahr 2016 stammende Kunstwerk Schwetzingens aus der Hand des kritisch-provozierenden schwäbischen Künstlers Peter Lenk (der auch die "Imperia" in Konstanz geschaffen hat) sorgt seither für Diskussions- und mituner auch Zündstoff. Es ist eine Anspielung auf Kurfürst Carl-Theodor, der von seinem Zeitgenossen Friedrich II. von Preußen, dem Großen, als Glücksschwein, bezeichnet wurde, weil er das ganze Land (Pfalz, Bayern, Gegend um Düsseldorf) erbte, und nicht, wie Friedrich II. durch Kriege schwer erkämpfen musste. Carl-Theodor konnte sich in Schwetzingen seiner "Muße" hingeben ...auch die sitzt auf dem Glücksschwein... wahrlich barock!

(Input u.a. Schülerautorin Marie-Sophie Tasmalis, 8d)