Einmal ein Popstar sein, auf der Bühne stehen, Menschen begeistern und den Beifall genießen – Träume, die die Popakademie einmal im Jahr wahr macht, wenn sie unterwegs ist auf ihrer Schultour. Dieses Jahr hat sie an der THRS Station gemacht - genau eine Woche, bevor die Corona-Krise den Schulbetrieb lahmlegte.

Nach mehreren Bewerbungsanläufen der Musiklehrer Birgit Stassen und Mathias Nimmrichter bei der Popakademie Mannheim hat die THRS den Zuschlag für das Projekt „Pop macht Schule“ bekommen. Die drei ausgewählten Klassen 6b, 7c und 7e kamen in den Genuss, zwei Tage lang von 25 Studierenden der Popakademie in verschiedenen Workshops Einblicke in die Welt der Pop- und Weltmusik zu bekommen.

Der Schwerpunkt der Weltmusik lag auf Instrumenten aus dem arabischen und türkischen Raum. Sei es die Kastenzitter Kanun oder die türkische Gitarre Baglama - die Schülerinnen und Schüler spielten und lernten die ausgefallenen Instrumente mit Begeisterung, was beim Abschlusskonzert zu sehen und zu hören war.

Bei der Popmusik erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was es bedeutet einen Popsong zu erarbeiten bis er bühnenreif ist. Intensiv ging es in den Workshops zu Sache, und egal, ob Vorkenntnisse vorhanden waren oder nicht, am Ende der zwei Tage standen sie auf der Bühne und performten den Namika-Song „Je ne parle pas francais“ und „Zusammen“ von Fanta 4.

In den Workshops Rap und Producing wurden eigene Texte geschrieben und eigene Musik mithilfe des Computers produziert, die ebenfalls von den Schülern beim Abschlusskonzert präsentiert wurden.

Zum Abschluss des Konzerts und damit auch der beiden Projekttage zeigten die Studierenden der Popakademie, was sie selbst bisher gelernt haben und gaben ein begeisterndes Zusatzkonzert_für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der THRS.

Dem Konzert ging ein zwei Tage langes intensives Coaching voran, das nur durch die organisatorische Unterstützung der Schulleitung möglich war. Denn die Workshops fanden in acht verschiedenen Klassenzimmern statt, die deshalb zwei Tage nicht für den regulären Unterricht zur Verfügung standen. Noch mehr Auswirkungen auf den Schulbetrieb hatte der „Proberaum“ Aula. Dankenswerterweise haben die Kollegen, die dadurch erschwerte Bedingungen für ihren Unterricht hatten, großes Verständnis. Gleichzeitig haben dadurch auch sehr viele Schülerinnen und Schüler aus anderen Klassen von der Aktion etwas mitbekommen und konnten zeitweise ein wenig teilhaben. Die stolzen und zufriedenen Schülerinnen und Schüler des Projekts dürfen ihre erarbeiteten Songs im November beim Abschlusskonzert aller teilnehmenden Schulen in der Popakademie noch einmal präsentieren.

"Pop macht Schule" war das letzte große Schulereignis im Schuljahr 2019/20 an der THRS.