Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Theodor-Heuss-Realschule coronabedingt ihre Abschlussfeier an und auf der Seebühne im Stiegwiesenpark am Hockenheimer Gartenschauparkgelände. 115 AbsolventInnen konnten dort in feierlicher Atmosphäre und bei Kaiserwetter ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen und ihre Schulzeit an der THRS auch mit zahlreichen Danksagungen an die Lehrer zu Ende bringen.

Erneut waren Eltern, Freunde und weitere Verwandte via Livestream online zugeschaltet und konnten der Veranstaltung von zuhause beiwohnen. Zum zweiten Mal wurde neben dem Realschulabschluss nach Klasse 10 auch der Hauptschulabschluss in Klasse 9 an 19 SchülerInnen verliehen.

Moderator und Konrektor Robin Pitsch führte durch die Veranstaltung und unterstrich den besonderen Charakter einer Abschlusszeremonie auch als Angelpunkt für den persönlichen Lebensweg jedes einzelnen: „Heute ist der letzte Tag in eurer Funktion als Schüler der THRS – danach beginnt etwas ganz Neues. Lasst diesen Tag und jeden um euch nochmal auf euch wirken“. Er dankte zudem den Wahrmachern der Veranstaltung, voran die Aktiven der Stadtgärtnerei, des Gartenschauparks und der Feuerwehr, die das überschwemmte Gelände zügig abgepumt und sauber gemacht hatten sowie dem Hockenheimer Marketingverein um dessen Geschäftsführerin Birgit Rechlin, die die Veranstaltung in der Organisation und Durchführung tatkräftig unterstützte.

Schulleiter und Realschulrektor Jürgen Wolf war ob der guten Stimmung im Amphitheater im Halbrund der Seebühne sehr angetan. Er skizzierte die Herausforderungen der Zukunft: die kurzfristige Bewältigung der Pandemie und ihre Schwierigkeiten, aber auch die klimatische Umweltthematik blieb nicht außen vor, auch vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW. „Das ist nicht so weit weg und auch Hockenheim liegt im Überschwemmungsgebiet des Rheins, das heißt, es kann auch uns einmal in irgendeiner Form erwischen, dass wir da dabei sind“. Die ältere Generation werde den in Bälde Erwachsenen viel an Herausforderungen vererben: wirtschaftliche und soziale Verwerfungen und die sichtbare Änderung des Klimas: „Die Menschheit hat keinen -wandel sondern eine Klimakatastrophe heraufbeschworen. – Aber, was, wenn wir einfach mal die Welt retten?“, zitierte er einen Buchtitel von Frank Schätzing. Wolf bleibt optimistisch: „Ihr werdet diese Krise überwinden, ihr werdet Lösungen finden, ihr werdet besser sein, als die Generationen vor euch.“ Mit neuem technischen und sozialen Fortschritt kann das gelingen: „Ihr werdet Berufe ergreifen, die wir noch gar nicht kennen – Ihr schafft das.“

Auf der Bühne erschienen die SchülerInnen dann nicht erst zur Zeugnisübergabe, davor verabschiedeten sich die Delegationen der Klassen 10a, b, c und 10d sowie der 9e von ihren Lehrkräften und waren voll des Lobes für ihre ehemaligen Mentoren auf dem Weg zur ersten Reifeprüfung.

Oberbürgermeister Marcus Zeitler freute sich, SchülerInnen „mit einer eins vornedran ehren zu dürfen“. Hier konnte v.a. als Schulbeste Laura Krauth (10b, Gesamtschnitt 1,2) und Tara Rothacker (10b, mehrere Fachpreise) überzeugen. In seiner Rede betonte er, die AbsolventInnen der ersten Corona-Generation, die einen Abschluss gemacht haben, könnten stolz auf sich sein. Die Schüler mussten sich gerade im Corona-Jahr zahlreichen Herausforderungen stellen und haben mit ihrem Abschluss gezeigt, dass sie dies geschafft haben und das sie auch unter schwierigen Bedinungen Leistung erbringen können.

Schulleiter Jürgen Wolf schloss das Event, dem sich ein Reigen von – für die Livestreamzuschauer nicht mehr sichtbar – Glückwünschen, Fotos auf der Wiese und ausgelassene Freude anschloss: „Geht jetzt raus in diese Welt, lasst sie zu eurer Welt werden, gestaltet sie und fragt euch: was, wenn ihr einfach mal die Welt rettet? – Tut es!“