Mit einem "Paukenschlag" wollte Lehrerin Sabine Kröger ihre Zeit an der THRS beenden. Und das schaffte sie auf der letzten Vollversammlung aller Schüler und Lehrer in der Aula der THRS am Mittwoch, dem letzten Schultag, dann auch. Die Veranstaltung, bei der Lob für die besten Zeugnisse, Dank an fleißige Helfer und auch Abschied von geschätzten Lehrkräften dazu gehört, endete mit einem genialen Flashmob unter Mitwirkung vieler Schüler.

Unter den staunenden Augen der Schüler und auf den Rhythmus von Michael Jackson verwandelte sich die Aula der spontan THRS in eine Tanzmeile, auf der Musiklehrerin Sabine Kröger und ihre Schülerin Melike Altun die Tanzschritte und den Hüftschwung vorgaben.

 

DAS SCHULJAHR IST EIN BESTÄNDIGER ZYKLUS

Das Schuljahr gleicht den Jahreszeiten - ein immer wiederkehrender Zyklus, der einem bestimmten Rhytmus folgt, mit Höhen und Tiefen und natürlich mit der Gewissheit, dass es weiter und immer voran geht, vergleichbar mit dem beständigen Atmen eines Organismus. Gegen Ende des Schuljahres beginnt dann mit einem tiefem Atemzug die letzte heiße Phase zwischen Pfingsten und Juli mit Klassenarbeiten, Landheimen, Projekten für die Schüler und lange Konferenzen und die letzten Notenfindungen für die Lehrer, bevor dann - wie mit einem langen Seufzer - der ganze Druck und Stress von den am Schulleben Beteiligten ausgeatmet wird und alle in die lange Zeit der Sommerferien entschwinden.

 

LOB UND EHRE DEN BESTEN

So wurden im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung auch die besten aus jeder Klassenstufe beglückwünscht, von denen alle einen Preis oder ein Lob für ihr Zeugnis erhielten. Der Schulbeste Lennart Claus (8c) konnte mit einem Gesamtnotenschnitt von 1,1 aufwarten und erhielt entsprechend tosenden Applaus für seinen hervorragenden Leistungen.

 

DANK AN DIE LEISTUNGSTRÄGER

Doch Leistung zeige sich nicht nur anhand der schulischen Leistungen, sagte Schulleiter Jürgen Wolf. "Wir müssen uns bei allen bedanken, die an unserer Schule Veratnwortung übernehmen!" Damit schloss er nicht nur die Organisatoren und Mitwirkenden der Veranstaltung ein, sondern alle, die sich freiwillig am Gelingen des Schullebens beteiligen.

Dazu zählten die Streitschlichter, die Streitschlichtlehrer Willi Schell ehren durfte sowie das engagierte Team der SMV, dem SMV-Lehrerin Dorothee Dietz für die Organisation und Unterstützung zahlreicher Veranstaltungen dankte. Der Schulband und der Bläserklasse unter Leitung der Musiklehrer Birgit Stassen und Harald Rohr dankte neben Rektor Wolf auch die Schülerschaft, indem Sie diese mit üppigem Applaus nach deren Auftritten bedachte.

Dank sagte auch eine Vertrerin des Kinderhospizes "Sterntaler", dem die 7. Klassen über mehrer Projekte im Rahmen ihres sozialen Engagements mehrere hundert Euro überreichen konnten.

Auch zahlreichen Lehrern wurde für ihr außerunterrichtliches Engagement für ihre Projekte gedankt, die sich, so Wolf, "auch nicht von selbst erledigen", z.B. die Erstellung des Jahrbuchs, des Hausaufgabenplaners, der Durchführung des Sportfestes, "und allen, die nicht namentlich nicht genannt sind". Wolf stellte heraus, dass ein Schulleben und die ganze Gesellschaft ohne das freiwillige Einbringen nicht bestehen könne. Egoismus führe zu nichts.

 

ABSCHIED ALS ENDE UND NEUBEGINN

Wie nach jedem Schuljahr hieß es auch diesmal Abschied nehmen. Die 10.-Klässler verabschiedeten sich bereits im Juli mit einem gut organisierten Schulsturm. Und an diesem Mittwoch hieß es, einige liebgewonnene Lehrer zu verabschieden.

Karl Dagenbach wurde nach 40-jähriger Lehrertätigkeit in den Ruhestand verabschiedet. Er sei stets eine Institution gewesen, der zahlreichen Abschlussklassen nicht nur zur Prüfung vorbereitet habe, sondern auch wichtige Impulse auf ihren Lebensweg mitgegeben habe. Dagenbach, der Deutsch, EWG und Geschichte unterrichtete, werde der Schulgemeinschaft fehlen.

Auch NWA-Lehrer Bernd Broß wurde mit viel Applaus bedacht und verabschiedet. Seine Reise geht weiter an eine andere Schule in der Region.

Auch Sabine Krüger, die erst vor einem Jahr mit den Fächern MUM und Musik an die THRS kam, verlässt diese wieder, ebenfalls an eine andere Schule in der Rhein-Neckar-Region. Neben Rektor Wolf bedankten sich bei ihr zahlreiche Schüler, auch mit einer gefühlvollen Rede auf der Bühne.

Auch Margit Grundwürmer wurde verabschiedet. Die ehemalige PH-Dozentin im Bereich "Deutsch als Fremdsprache" war an der THRS vor allem für die Vorbereitungsklasse und damit für den Erwerb der deutschen Sprache durch die Flüchtlingskinder zuständig. Ob sie an der THRS bleiben kann, ist noch nicht geklärt.

Die Referendare, deren Ausbildungszeit an der THRS zu Ende ist, wurden ebenfalls gebührend verabschiedet. Während NWA-Lehrerin Martina Braun und MUM- und Musik-Lehrerin Kristin Bellm an andere Schulen für ihre erste feste Anstellung bekommen, bleibt EWG- und Deutsch-Lehrerin Ramona Zürker weiterhin in Hockenheim.