Schon von der Autobahn sieht man von weitem die beeindruckende eintürmige Silhouette des einst höchsten Kirchturms der Welt und auch von nah ist das Straßburger Münster beeindruckend. Überhaupt ruft die pitoreske Stadt zwischen französischer und deutschsprachiger Welt einen freundlichen und lebendigen Eindruck hervor.

Das war an diesem Ausflugstag sozusagen als Ausgleich auch nötig. Denn zuvor ging für die Schüler der Klassen 10a und 10b sowie den Lehrern Martina Clasen, Sandra Kirsch, Michael Herzog und Konrektor Heiko Mail einige Kilometer nordöstlich auf einen nebelverhangenen Berg, wo der Eindruck, genau gegenteilig ist: abweisend, grau, trostlos. Und dieser Eindruck verschärft sich umso mehr, je tiefer man in die Geschichte des nach einem nahe gelegenen Bauernhof benannte ehemalige Konzentrationslager Struthof bei Natzweiler (Elsass) eintaucht.
Nach etwa dreistündiger Fahrt erreichte die Gruppe die auf dem KZ-Gelände eingerichtete Gedenkstädte. Die Geschichtslehrer M. Clasen und M. Herzog führten ihre Klassen durch die Anlage und erzählten über das tägliche Leben im Lager und die Schikanen und schrecklichen Gräueltaten denen in Insassen ausgeliefert waren. Es war für alle erschreckend, welches unvorstellbare Schicksal auf die Häftlinge im Konzentrationslager Natzweiler-Struthof wartete, das zwar nicht als Vernichtungslager (wie das bekannte Auschwitz) ausgelegt war, aber als Arbeitslager ebenso zahlreiche Menschen das Leben kostete.
Mit nachwirkenden Gedanken ging die Fahrt dann nach Straßburg (frz. Strasbourg). Dort konnten die Schüler dann in Kleingruppen die wunderschöne Stadt mit ihrem Münster besichtigen und die melancholisch-nachdenkliche Stimmung Aufhellen. Insegsamt war es ein schöner, aber auch nachdenklich machender Ausflug mit vielen Eindrücken.