"Digitale Schule" - ein knackiges Wort, ein hehres Ziel. Seit Jahren beschreiten wir den Weg zur Digitalisierung - jedes Jahr ein bisschen mehr. Digitaliserung heißt für uns nicht, dass wir Papier durch PCs oder Tablets austauschen oder das unsere Schüler Crashkurse im Umgang mit Office bekommen. Unter dem Begriff "Digitalisierung" verstehen wir, dass wir aus den Möglichkeiten der IT zum einen einen Mehrwert für den Schulalltag ziehen und zum anderen, dass wir auch in der Pädagogik unseren Unterricht sowie dessen Inhalte dort durch die Digitalisierung verbessern, wo es sinnvoll ist. Aber nun mal konkret:

 

EIN EIGENES DIGITALES PROFIL

Seit Jahren versuchen wir den Trend der Digitalisierung mitzugehen und als lernende Schule dies auch im Unterricht und in mit den Schülern zu gestalten. Hieraus hat sich unser erfolgreicher IT-Zug entwickelt, der mit dem Umgang mit IT im eigenen PC-Klassenzimmer beginnt und über den Umgang mit Tablets später auch zu den ersten Schritten in Sachen Programmierung geht

 

DIE BASIS IST DIE AUSSTATTUNG.

Neben PC-Räumen und Schülerarbeitsplätzen heißt Digitalisierung auch: die Möglichkeiten des normalen Unterrichts unterstützen und verbessern. Über ein flächendeckendes WLAN-Netz und die Investition in digitale Endegeräte für alle Lehrkräfte sowie eine konsequente Ausstattung aller Klassenzimmer mit einem Beamer können wir einerseits die Organisation des Schulalltags (Klassenbuch, Stundenplan, Vertretungsplan) digital abbilden und zugänglich machen - auch für Schüler! Andererseits stehen alle modernen didaktischen Möglichkeiten der Stoffvermittlung und des Unterrichts zur Verfügung. Kurze Filme, Videosequenzen, Online-Portale, Unterrichts-Apps stehen den Lehrkräften zur Verfügung und ermöglichen einen anschaulichen und vielseitigen Unterricht.

 

APPS UND DIGITALE PLATTFORMEN ALS UNTERSTÜTZER FÜR DEN SCHULALLTAG

Verstärkt durch die Corona-Krise haben wir in ziemlich kurzer Zeit drei zentrale Apps und Plattformen im Schulleben implementiert.

Die Kommunikations-App Sdui ist unser zentraler (und datenschutzkonformer!) Messenger-Dienst. Hierüber werden wichtige Informationen weitergegeben. Alle Schüler, alle Lehrkräfte und die Eltern sind hier mit personalisierten Accounts eingeloggt. Damit können wichtige Informationen zielgerichtet weitergegeben werden. Über Feedback-Funktionen können Schüler und Eltern Rückfragen an Lehrkräfte oder die Schulleitung stellen. Kommunikation einfach & dgital - der übers Jahr anfallende gewaltige Papierkram entfällt größtenteils.

Die landesweite Initiative zum Ausbau der schulischen Lernplattform Moodle haben auch wir an der THRS aufgegriffen und nutzen diese als sinnvolle Ergänzung zum Präsenzunterricht. Gerade in Corona-Zeiten zeigte sich, wie wichtig eine zentrale digitale Anlaufstelle und Ablage von Unterrichts- und Fachinhalten ist. Der Einsatz und die Verwendung von Moodle eignet sich, um den Stoff in der jeweiligen Klasse durch die Lehrkraft zu organsisieren und strukturieren. Schüler indes haben die Möglichkeit auch digital Hausaufgaben abzugeben und bewerten oder feedbacken zu lassen.

Eine App, die sich sowohl auf dem Handy, als auch auf jedem anderen Endgerät und in zahlreichen Fächern nutzen lässt, ist Anton. Die Schullizenz für alle schüler und Lehrkräfte ermöglicht, dass der individuelle Lernfortschritt erfasst, angezeigt und unterstützt wird. Gerade die unteren Klassenstufen (5, 6 & 7) nutzen die App zusätzlich zum regulären Unterricht - in Deutsch etwa, um Rechtschreibstrategien dauerhaft zu fördern.

 

FORTBILDUNG DER LEHRKRÄFTE

Die Digitalisierung läuft so schnell ab, dass die wenigsten Lehrkräfte hierüber etwas im Studium gelernt haben - zudem ist die Digitalisierung ja im stetigen Wandel, es gibt immer wieder neue Apps, neue Endgeräte, neue Möglichkeiten. Gerade in der Corona-Zeit der Schulschließungen - aber eben auch darüber hinaus - haben wir versucht, unsere Lehrkräfte fortzubilden. Zahlreiche interne Fortbildungen v.a. zur Nutzung mit Moodle, versetzte ausnahmsweise mal die Lehrkräfte in die Lage, nicht zu lehren, sondern auch zu lernen. Wir glauben aber, dass lebenslanges Lernen sich eben auch auf Lehrkräfte bezieht - und wir nehmen als Schulgemeinschaft diese Aufgabe an und wir nehmen sie ernst.

 

DAS HEUSS-LAB - VISION & REALITÄT

Wenn wir nach Möglichkeiten der Digitalisierung fragen, dann haben wir das Bild von Robotern, selbstgesteuerten Maschinen, das digitalisierte Fernsehen undSpecial Effects oder die neuartigen Virtual Reality-Brillen im Hinterkopf. Auch wir haben diese Dinge im Hinterkopf. Wir glauben, dass das logisch-kreative Denken in de Robotik, der erklärend-didaktische Vortrag vor einem Green-Screen à la Tagesschau oder die Modellierung die technisch-künstlerische Komponente des 3D-Drucks wichtige Impulse für das Lernen setzen können - so kann Digitalisierung unterstützen. Daher arbeiten wir an der Idee zur Einrichtung eines sogenannten "Maker Space", eines Digital-Labors, in dem bei den Schülern die Lernlust geweckt und der Drang, sich zu verwirklichen und etwas zu erleben gestillt wird. "Lerning by entertaining" wäre eine passende Wortkombination. An Stationen zum 3-Druck, zur Virtual Reality, zum Filmen via Green Screen, zum Animation-Filmen mit Lego, zu Robotik mit Lego Mind-Storms und mit einem eigenen Bild-Film-Schnitt-Arbeitsplatz soll dieser Mehrwert für alle Schüler zum Tragen kommen.

 

EXTERNE PARTNER

Seit Jahren haben wir externe Partner, die unseren Schülern das Ausprobieren von ersten Schritten in der Programmierung mit Lego-Mindstorms oder dem Roboter "Nao" ermöglichen. Auch in Zukunft wollen wir kompetente Partner mit ins Boot holen, um auf Dauer die verschiedenen Klassenstufen Erfahrungen mit digitalen Werkzeugen und Projekten machen zu lassen.