
Der ausgewählte Beitrag aus „Aktuelles und Nachrichten“…
Ein Blick unter die Haut: Klasse 8b besucht Körperwelten
Schock oder Staunen, Neugier oder Ablehnung? Auf alle Fälle beeindruckt die Ausstellung „Körperwelten“ in Heidelberg, welche die Klasse 8b der Theodor-Heuss-Realschule zusammen mit ihrer Lehrerin Dorothee Dietz besuchte. Die Exkursion ergänzt die Unterrichtsinhalte der Klassenstufe Acht, in denen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Herz-Kreislauf-System, Blut und Atmung beschäftigen.
Zu Beginn führt Biologielehrerin Dorothee Dietz in die Ausstellung ein. Sie erklärt die Technik der Plastination, mit der menschliche Körper und Organe dauerhaft konserviert werden, und beantwortet die Fragen der Jugendlichen. Diese Sachebene zu Beginn ist wichtig und sorgt für eine emotionale Distanz gegenüber den „Ausstellungsstücken“, denn immerhin handelt es sich dabei um die Körper echter Menschen, die ihren Leib nach dem Tod der Wissenschaft und Anschauung vermacht haben und nun als Plastinate in der Ausstellung zu sehen sind – natürlich anonym. Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Ausstellung eigenständig. Mithilfe eines Fragebogens setzen sie sich gezielt mit verschiedenen Präparaten auseinander und vertiefen ihr Wissen über den Aufbau und die Funktion des menschlichen Körpers.
Näher kommt man dem Körper nicht
Besonders eindrucksvoll ist die Möglichkeit, Organe, Muskeln und Blutgefäße aus nächster Nähe zu betrachten. Je nach Palstinat werden andere Schwerpunkte des Organsystems gesetzt und sind entsprechend herauspräpariert. So sind mitunter das ganze Nervennetz des menschlichen Körpers sichtbar oder beim Thema Verdauung alle Organe die mit Essen und dessen Verwertung zu tun haben. Viele der im Unterricht behandelten Inhalte werden dadurch im wahrsten Sinne des Wortes anschaulich.
Beeindruckend ist der „Adern-Mann“ – ein Plastinat, dessen Skelett mit allen Adern und Äderchen, die der Körper hat, über- und durchzogen sind. Der menschliche Organismus besitzt knapp bis zu 19.000 Kilometern Adern und ein Großteil bildet sich im Plastinat und damit die Umrisse eines Menschen ab.
Näher als in Körperwelten kann man dem menschlichen Körper eigentlich nicht kommen.
Nach dem Ausstellungsbesuch nutzt die Klasse die Gelegenheit, noch etwas Zeit in der Heidelberger Altstadt zu verbringen. Mit vielen neuen Eindrücken kehren die Schülerinnen und Schüler schließlich zurück und nehmen wertvolle Erkenntnisse für den Biologieunterricht mit.











